Mitarbeitende und den Standort»
Im Gespräch erzählen die bisherige Inhaberin Sigrid Wensky und der neue Geschäftsinhaber und Geschäftsführer Thomas Bollinger, weshalb die gefundene Nachfolgelösung für alle Beteiligten wichtig ist und welche Perspektiven sich daraus ergeben.
Frau Wensky, nach dem Tod Ihres Partners Gerhard Schlude vor einem Jahr standen Sie vor einer schwierigen Situation. Was ging Ihnen damals durch den Kopf?
Sigrid Wensky: Natürlich war die persönliche Trauer zunächst das Wichtigste. Kurz danach stellte sich aber auch die Frage, wie es mit der Firma Schlude Spenglerei – Bad -Reparaturen weitergehen soll. Viele Kundinnen und Kunden vertrauen uns seit Jahren, dazu kommen Mitarbeitende, Lieferanten und Partner. Mir war schnell klar, dass wir eine Lösung finden müssen, die Verantwortung übernimmt und eine Zukunftsperspektive bietet.
Herr Bollinger, weshalb hat sich Bollinger für diesen Schritt entschieden?
Thomas Bollinger: Es ging nie darum, einfach zu wachsen oder einen weiteren Standort zu gewinnen. Die Firma Schlude kannte ich nur von aussen vom Vorbeigehen. Was ich aber sah, faszinierte mich. Als die Familie Schlude / Wensky mich anrief wusste ich, dass hier ein gut etablierter Betrieb mit einer hervorragenden Ausstellung und vielen treuen Kunden eine Nachfolgelösung sucht. Gleichzeitig ergänzt der Standort mit grosszügiger Bad-Ausstellung unser bestehendes Angebot in Schaffhausen ideal. Deshalb war für uns schnell klar, dass wir diese Chance prüfen möchten.
Frau Wensky, weshalb fiel die Wahl auf Bollinger?
Sigrid Wensky: Weil von Anfang an das Gefühl da war, dass die Menschen und die Werte zusammenpassen. Bollinger ist ebenfalls ein Familienunternehmen mit langer Tradition im selben Tätigkeitsbereich wie Schlude. In den Gesprächen wurde deutlich, dass nicht nur Zahlen und Verträge zählen, sondern auch die Verantwortung gegenüber Kunden, Mitarbeitenden und dem Standort. Das hat mich überzeugt. Alle Mitarbeitenden des Sanitärbereichs – ich inklusive – können bei der neuen Firma Bollinger Badmanufaktur weiterarbeiten. Das freut mich sehr.
Sigrid Wensky, bisherige Inhaberin der Firma Schlude:
«Dank der Bolliger Badmanufaktur behalten die bisherigen Kundinnen und Kunden der Firma Schlude einen verlässlichen Ansprechpartner für Bad- und Sanitärlösungen in Jestetten».
Was bedeutet es Ihnen persönlich, dass Sie der Firma erhalten bleiben, Frau Wensky?
Sigrid Wensky: Sehr viel. Die Firma Schlude habe ich mit meinem Mann vor über zwanzig Jahren gegründet. Sie war und ist ein wichtiger Teil meines Lebens. Den Spenglereiteil durften wir verkaufen, im Sanitär und Badbereich freut es mich besonders, dass ich den weiteren Weg mit «Bollinger Badmanufaktur» begleiten darf. Ich kenne viele Kundinnen und Kunden persönlich und freue mich darauf, auch künftig für sie da zu sein.
Was bedeutet die neue Lösung konkret für die bisherigen Schlude-Kundinnen und -Kunden?
Sigrid Wensky: Vor allem Kontinuität. Die Kundinnen und Kunden behalten einen verlässlichen Ansprechpartner für Bad- und Sanitärlösungen. Gleichzeitig profitieren sie von zusätzlichen Möglichkeiten und Kompetenzen, sowie einer umfassenden Erneuerung des Bollinger Experience Centers. Das war mir persönlich sehr wichtig.
Herr Bollinger, welche Rolle spielt der Standort Jestetten künftig innerhalb der Bollinger-Gruppe?
Thomas Bollinger: Der Standort hat viel Potenzial. Wir möchten die Badausstellung schrittweise modernisieren und zu einem Ort entwickeln, an dem Kundinnen und Kunden moderne Badwelten erleben können. Man soll Materialien anfassen, Lösungen vergleichen und Ideen für das eigene Zuhause sammeln können – ein «Experience Center» für Badwelten eben.
Thomas Bollinger, Geschäfstinhaber und Geschäftsführer der Bollinger Badmanufaktur:
« Mit dem «Bollinger Experience Center» möchten wir ein echtes Erlebnis schaffen. Das künftige Bad soll für Kundinnen und Kunden in Jestetten spürbar und erlebbar sein.»

Was dürfen Besucherinnen und Besucher künftig erwarten?
Thomas Bollinger: Wir möchten ein echtes Erlebnis schaffen. Ein Badezimmer ist eine Investition für viele Jahre. Deshalb reicht es oft nicht, einen Katalog durchzublättern. Wer die Ausstellung besucht, soll verschiedene Stilrichtungen erleben und ein Gefühl dafür bekommen, wie das eigene Bad später aussehen könnte.
Wie arbeiten die Bollinger-Standorte in der Schweiz (Schaffhausen und Schleitheim) mit dem neuen Standort im deutschen Jestetten zusammen?
Thomas Bollinger: Die Bollinger Badmanufaktur in Jestetten arbeitet mit eigenem Team – notabene zu Schweizer Löhnen. Unsere Kundschaft in Schaffhausen wird weiterhin in Schaffhausen sämtliche Ansprechpartner finden – das neue «Experience Center» ermöglicht es, Badwelten direkt «ennet» der Grenze in echt zu erleben. Das ist in der Region Schaffhausen einzigartig. Selbstverständlich stellen wir unsere eigenen Badmöbel sowie die Badmöbel der Cori-Design in Jestetten aus. Was wir nicht machen, ist die beiden Standorte gegeneinander ausspielen, zum Beispiel bei Währungsunterschieden. Für unsere deutsche Kundschaft ist der Standort Jestetten die erste Anlaufstelle.
Zum Abschluss: Was wünschen Sie sich beide für die Zukunft?
Sigrid Wensky: Dass die Kundinnen und Kunden spüren, dass sie weiterhin in guten Händen sind.
Thomas Bollinger: Dass wir die Stärken beider Unternehmen verbinden können und daraus etwas entsteht, das langfristig erfolgreich ist – für die Kunden, die Mitarbeitenden und die gesamte Region.
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